Das Thema vom Januar ist das Thema ANKOMMEN.
Im Jahr, bei Dir, in Deiner Mitte.🪶
Diesen Monat möchte ich Dir dabei helfen, ein Gefühl von Ankommen zu empfinden. Denn meine Arbeit beruht darauf, die Verbindung zu Dir zu stärken, um aus dieser Verbindung heraus Deinen Wert zu spüren, aus deiner Ruhe heraus handeln zu können, Liebe zu spüren und aus der Verbindung zu Dir letztendlich dann auch die Verbindung zu anderen vertiefen zu können.♥️
Für diese tiefe Verbindung zu Dir sollten wir damit beginnen, dass Du wieder bei Dir ankommst. Und lernst, immer wieder neu bei Dir ankommen zu dürfen. Denn manchmal kann es einfach sein, dass wir uns in der Hektik des Alltags verlieren, darin, anderen helfen zu wollen, oder denken, alles auf einmal schaffen zu müssen. Aber wisse: auch in den Momenten, die sich wie Überforderung anfühlen, kannst Du verbundener mit Dir sein. Lass mich Dir mit diesem Beitrag anfangen zu zeigen, wie.🫂
Ankommen ist kein Ort.
Ankommen ist kein Ziel.
Ankommen ist ein Zustand.
Und oft ist es etwas, das wir verlernt haben.
Viele Menschen bewegen sich von Aufgabe zu Aufgabe, von Termin zu Termin, von Gedanke zu Gedanke – ohne je wirklich da zu sein. Der Körper ist anwesend, aber das Innere bleibt unterwegs. Zwischen gestern und morgen. Zwischen Erwartungen, Rollen und To-do-Listen.
Ankommen bedeutet, diesen inneren Weg für einen Moment zu unterbrechen.
Was Ankommen wirklich meint
Ankommen heißt nicht, dass alles ruhig sein muss. Nicht, dass es keine Gedanken mehr gibt. Nicht, dass Du „fertig“ bist mit Dir.
Ankommen bedeutet, Dich selbst wieder wahrzunehmen – genau so, wie Du jetzt bist. Mit allem, was da ist. Ohne etwas verändern zu müssen. Es ist der Moment, in dem Dein Nervensystem langsam begreift: Ich bin sicher. Ich darf hier sein. Ich muss gerade nichts leisten.
Für viele fühlt sich Ankommen zuerst ungewohnt an.
Manchmal sogar unangenehm. Denn Stille macht spürbar, was sonst übertönt wird. Müdigkeit. Traurigkeit. Unruhe. Sehnsucht. Auch das gehört dazu.
Warum Ankommen so schwer fällt
Wir leben in einer Welt, die Bewegung belohnt. Schnelligkeit. Reaktion. Verfügbarkeit. Stillstand wirkt darin schnell wie Rückschritt.
Doch Dein System ist nicht dafür gemacht, dauerhaft im Außen zu funktionieren.
Ohne Pausen verliert es Orientierung. Ohne Rituale verliert es Halt.
Ankommen braucht etwas, das im Alltag oft fehlt: bewusste Übergänge.
Zwischen Arbeit und Abend.
Zwischen Außenwelt und Innenraum.
Zwischen Funktionieren und Sein.
Ankommen ist ein Prozess, kein Moment.
Viele warten darauf, dass sich Ankommen plötzlich einstellt – wie ein Schalter, der umgelegt wird. Doch Ankommen geschieht schrittweise.
Manchmal beginnt es damit, dass Du Deinen Atem wieder spürst. Oder Deine Füße auf dem Boden. Oder den Geschmack eines warmen Getränks.
Rituale können dabei helfen, diesen Prozess zu unterstützen. Nicht, um etwas zu „erreichen“, sondern um dem Körper ein Signal zu geben: Jetzt darfst Du langsamer werden.
Ob durch eine bewusste Tasse Kakao, durch Räucherwerk, durch Schreiben oder durch eine stille Yoga- oder Atemsequenz – Ankommen entsteht dort, wo Du Dir selbst Raum gibst.
Ankommen heißt nicht, dass alles gut sein muss.
Ein wichtiger Teil von Ankommen ist, nichts wegzudrücken. Nicht die Unruhe. Nicht die Schwere. Nicht die offenen Fragen. Ankommen bedeutet, auch mit dem da zu sein, was sich gerade nicht auflösen lässt. Oft liegt darin die größte Entlastung: nicht mehr kämpfen zu müssen.
Dein eigenes Tempo
Ankommen hat kein richtig oder falsch. Kein schnell oder langsam. Kein besser oder schlechter. Manche Tage brauchen nur wenige Minuten. Andere mehr Zeit, mehr Wiederholung, mehr Geduld.
Und manchmal ist Ankommen auch einfach das Eingeständnis: Heute kann ich mir selbst nur ein kleines Stück Nähe schenken. Auch das reicht.
Eine Einladung
Vielleicht ist Ankommen heute nichts Großes. Vielleicht ist es nur ein tiefer Atemzug. Oder ein Moment der Stille. Oder das bewusste Lesen dieser Zeilen.
Wenn Du magst, lass diesen Moment Dein Ankommen sein. Nicht für immer. Nur für jetzt.
Du bist da. Und das ist genug
Sanfte Tools zum Ankommen
Ankommen braucht keine großen Rituale.
Oft sind es kleine, wiederkehrende Handlungen, die Deinem System helfen, vom Außen ins Innen zu wechseln. Wichtig ist nicht das Tool selbst, sondern die Haltung, mit der Du es nutzt.
Diese Impulse können Dich dabei unterstützen:
1. Atem als Anker
Dein Atem ist immer da – und er reagiert unmittelbar auf Sicherheit. Schon wenige bewusst verlangsamte Atemzüge können Deinem Nervensystem signalisieren, dass der Moment gehalten ist.
Eine einfache Einladung:
• Atme durch die Nase ein
• verlängere Deine Ausatmung sanft
• lege eine Hand auf Deinen Herzraum oder Deinen Bauch
Du musst nichts „richtig“ machen. Wahrnehmen genügt.
2. Rituale mit Wärme
Wärme wirkt regulierend, beruhigend und verbindend. Ein warmes Getränk – bewusst getrunken – kann ein Übergangsritual sein zwischen Tun und Sein.
Zeremonieller Kakao wird traditionell genutzt, um genau diesen Raum zu öffnen: nicht als Mittel, sondern als Begleiter für Präsenz, Langsamkeit und bewusste Ausrichtung.
Auch Tee oder warmes Wasser erfüllen diesen Zweck, wenn Du Dir Zeit nimmst, wirklich anzukommen.
3. Räucherwerk als Übergang
Düfte wirken direkt auf das emotionale Gedächtnis. Räucherwerk kann helfen, einen inneren Wechsel zu markieren – vom Tag in den Abend, vom Außen nach Innen. Nicht, um etwas zu „reinigen“, sondern um bewusst zu sagen: Jetzt beginnt etwas anderes.
Schon wenige Momente und Atemzüge im Raum mit dem Duft reichen aus.
4. Schreiben ohne Ziel
Ankommen bedeutet oft, das Gedankenkarussell zu verlangsamen.
Journaling kann dabei helfen, inneren Druck abfließen zu lassen – ohne Analyse, ohne Bewertung.
Ein sanfter Einstieg:
• „Gerade ist da …“
• „Ich spüre …“
• „Ich darf heute …“
Du schreibst nicht, um Antworten zu finden. Du schreibst, um Dir selbst zuzuhören.
5. Bewegung ohne Leistung
Manchmal braucht Dein Körper zuerst Bewegung, bevor Ruhe möglich ist. Langsame, intuitive Bewegungen – wie Yin Yoga oder somatische Übungen – helfen, Spannung abzubauen, ohne neue zu erzeugen. Ankommen geschieht hier nicht durch Dehnung, sondern durch Wahrnehmung.
6. Stille als Praxis
Stille ist kein Ziel, sondern ein Raum. Und manchmal reicht es, ihn für wenige Minuten zu betreten. Ohne Musik. Ohne Anleitung. Ohne etwas zu tun.
Auch wenn Unruhe auftaucht – das ist Teil des Ankommens.
Ein leiser Hinweis
Du musst nicht alle Tools nutzen. Und Du musst sie nicht täglich anwenden.
Ankommen geschieht dort, wo Du beginnst, Dir selbst zuzuhören.
Manchmal ist das ein Ritual. Manchmal nur ein ehrlicher Moment.
Beides ist genug.
Komme an, bei Dir. Ich helfe Dir gerne dabei.
♥️
Deine Sina